31. January 2012

Konto und Kreditkarte in Frankreich

Konto und Kreditkarte in Frankreich

In Frankreich kann man problemlos ein Konto beantragen,

für das man auch eine Kreditkarte erhält. In jedem Falle empfehlenswert ist der persönliche Besuch einer Bank in Frankreich. Es angeblich auch möglich sein, eine Konto ohne persönliche Vorstellung zu erhalten. Es mag zwar sein, dass die Beantragung über Vermittler ohne persönlichen Besuch möglich ist. Die Gesetze und Regelungen sind in Frankreich um einiges restriktiver als in Deutschland. Falls sich später einmal im Rahmen einer Revision herausstellen sollte, dass ein französischer Bankmitarbeiter ein Konto eingerichtet oder eine Kreditkarte ausgestellt hat, ohne den Kunden persönlich gesehen zu haben, kann es durchaus Probleme geben.

Bei der Konto Eröffnung zählt der persönliche Eindruck

Ganz wichtig ist in jedem Fall das persönliche Erscheinungsbild beim Bankbesuch. Neben Personalausweis oder Reisepass sollten weitere persönliche Unterlagen mitgenommen werden, die den Wohnsitz in Deutschland nachweisen. Es muss nicht unbedingt eine Meldebestätigung sein. Telefonrechnung, Versicherungspolice etc. neueren Datums reichen aus. Der Grund hierfür ist, dass in Frankreich keine Meldepflicht wie in Deutschland besteht. Wenn man in Frankreich wohnt und morgen ans andere Ende des Landes zieht, hat die Bank oder ein Gläubiger in der Regel lange zu suchen.

Empfehlenswert sind Filialen der Banken im Deutsch-Französischen Grenzgebiet, max 10 bis 15 km von der deutschen Grenze entfernt. Im Elsass und in Lothringen sprechen sehr viele Bankberater deutsch. Es ist im übrigen dort keine Seltenheit, dass Deutsche Konten in Frankreich haben. Bankmitarbeiter stellen hier meist nicht so viele Fragen. Zudem ist die Anreise einfacher. Wenn man sich eine Bank weiter im Landesinneren aussucht, beispielsweise, wenn man mit einem Billigflug nach Paris reist, sollte man sich schon auf französisch verständigen können.

Eine Terminvereinbarung ist bei den französischen Banken überaus erwünscht. Es gibt kein gutes Bild ab, als wenn man so einfach dort erscheint und ein Konto haben möchte. Natürlich können wir keinerlei Garantie geben, aber wenn man diese Verhaltensregeln beachtet, dann sollte es bei der Kontoeröffnung eigentlich keine Probleme geben.

Für die Eröffnung eines Kontos in Frankreich sind die folgenden Banken erprobt und können daher empfohlen werden. Die Chancen als Deutscher ohne Wohnsitz in Frankreich ein Girokonto mit Kreditkarte zu erhalten sind hier sehr gut. Die Eröffnung eines Girokontos ist die Grundvoraussetzung. Eine Kreditkarte ohne Girokonto gibt es nicht!

Die Kontoeröffnung bei der Credit Lyonais

Die Konto Eröffnung bei der Credit Lyonnais ist recht unproblematisch. Vorabinformationen und eine Übersicht der in Frage kommenden Filialen erhält man auf der Homepage der Credit Lyonnais:

https://www.lcl.fr/

Diese Seiten sind leider nur auf französisch.

Tipp:

In Frankreich, in Forbach in der Nähe der Grenze, direkt hinter Saarbrücken gibt es eine Filiale der Credit Lyonnais. Dort gibt es eine Mitarbeiterin, die gut deutsch spricht. Die Kontoeröffnung soll dort völlig unproblematisch sein. Voraussetzung ist natürlich die persönliche Vorsprache.
Man bekommt dort ein Girokonto mit Kreditkarte (VISA-Karte) ohne Schufaprüfung.
Die Bank hat Dienstags bis Samstags zu normalen Bankzeiten geöffnet. Montags haben die meisten Banken in Frankreich geschlossen.
LCL – Le Crédit Lyonnais
74 Rue Nationale 57600 FORBACH FRANCE
Telefon: +33 (0)3 87 84 65 20
Telefax: +33 (0)3 87 85 43 18

Die Adresse der Zentrale der Credit Lyonnais:
Crédit Lyonnais Direction de la Communication
9 bd des Italiens 75002 Paris FRANCE
Télefon : +33 (0)1 42 95 70 00
Neben der französischen gibt es auch noch eine englische Webseite der Credit Lyonnais:

http://www.lcl.com/servlet/Gcex?DEST=HOME_EN

Konto und Kreditkarte von der Credit Mutuel

Die Credit Mutuel ist vergleichbar mit den deutschen Volksbanken. Eine Filiale gibt es in jedem größeren Ort. Bei der Credit Mutuel gibt es schon seit Jahren problemlos Konten für Deutsche, die nicht in Frankreich wohnen. Ihr persönlicher Besuch ist jedoch Voraussetzung!
Homepage der Credit Mutuel:

https://www.creditmutuel.fr/groupe/fr/index.html

Konto für Deutsche bei der Credit Mutuel

Die Credit Mutuel hat sogar eine Homepage auf deutsch:

https://www.creditmutuel.fr/cmcee/fr/info/deutsch/willkommen.htm

Auf dieser Seite wirbt die Credit Mutuel ganz unverblümt um deutsche Kunden: ...für Ihre persönlichen Angelegenheiten wollen wir gerne Ihre zweite Bank werden!

Kreditkarte von der Credit Mutuel

Weltweit nutzbare Kreditkarte
maximale Flexibilität in der EU:
alle Zahlungen in Euro gebührenfrei
gebührenfreie Bar-Abhebungen in Euro bei allen Banken des Crédit Mutuel und CIC
4 Bar-Abhebungen in Euro pro Monat bei Fremdbanken gebührenfrei
weitere Bar-Abhebungen in Euro zu 0,99 € pro Abhebung
Wahlweise monatliche oder tägliche Abrechnung
Partnerkarte für nur 50 % der Jahresgebühr der ersten Karte

Sie sollten aber nicht vergessen, wenn Sie ein Konto in Frankreich eröffnen, müssen Zinserträge von Zinskonten, Anleihen, Renten- und Kapitalfonds für ausländische Konto- und Depotinhaber inzwischen von den betreffenden Banken EU-weit an die Finanzbehörden gemeldet werden, die für den Wohnsitz des Kontoinhabers zuständig sind. Reine Girokonten, Aktien oder reine Aktienfonds-Depots sind davon jedoch nicht betroffen. Diese Informationsaustauschpflicht über die Höhe der Zinserträge besteht nicht für Österreich, Luxemburg, Belgien und die Schweiz. Diese Länder sind zwar auch dem EU-Abkommen beigetreten.

Statt einer Informationsmeldung ans ausländische Finanzamt wird in diesen Ländern für alle mit Wohnsitz im EU-Ausland jedoch eine Sonderquellensteuer für Zinserträge eingezogen.

Weitere Infos zu Konto und Kreditkarte in Frankreich

Eine vollwertige Kreditkarte wird meist schon nach 3 Monaten ordentlicher Kontoführung angeboten. So hat man uns berichtet, dass beispielsweise bei der Credit Lyonais schon ein durchschnittlicher, monatlicher Geldeingang von € 800,- bis € 1000,- ausreichend war. Dies sollte aber ein Anhaltspunkt sein. Mit Sicherheit wird dies in den einzelnen Filialen unterschiedlich gehandhabt und hängt wahrscheinlich vom persönlichen Erscheinungsbild und vom Bankberater ab.

In jedem Falle gibt es aber sofort eine Maestro-Karte zum Konto. Wie mit einer deutschen EC-Maestro Karte kann dann über das Guthaben verfügt werden, das sich auf dem Konto befindet. Diese Karte unterscheidet sich aber in einigen wenigen Punkten von einer deutschen EC-Karte: Bei der LCL heißt diese Karte INDIGO. Sie gleicht optisch fast einer Kreditkarte. Die Kartennummer ist ebenfalls nach dem Schema einer Kreditkarten-Nummer aufgebaut. Zudem verfügt die Karte auf der Rückseite über den für die Autorisierung von Online Zahlungen obligatorischen CVC/CVV-Code.

Wenn man es genau nimmt, ist dies auch eine Master- Debit Karte! In Frankreich ist dieses System seit jeher verbreitet und mit dem Kürzel CB (Carte Bancaire) versehen. Man kann also auch problemlos Online-Käufe tätigen, so wie man es von einer Kreditkarte erwarten würde, aber eben immer nur, soweit entsprechendes Guthaben vorhanden ist.

Einziges Manko, noch längst nicht alle Anbieter elektronischer Zahlungen haben sich diesem Standard angepasst. Es funktioniert daher nicht überall. Man muss also noch ein wenig schauen, wo es geht und wo nicht. Aber bei den meisten Online-Anbietern funktioniert es bereits.